Ergonomie

Es ist schwerer, einen guten Stuhl zu bauen als einen Wolkenkratzer.
"Ludwig Mies van der Rohe (dt. amerik. Architekt / Bauhaus)"

Wer täglich bei der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit einen Sitzmarathon zu absolvieren hat,
ist dieser „Zwangshaltung“ scheinbar ausgeliefert. Bildschirmarbeit und Meetings prägen heute
den Tag im Büro und für jeden Einzelnen besteht die Herausforderung darin, dem Körper und der
Gesundheit zuliebe ein dynamisches Arrangement zwischen dem Allerwertesten und der genutzten
Sitzgelegenheit zu erzielen.
Wenn Ihnen, Ihre und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter wichtig ist und am Herzen liegt, dann sorgen
Sie für eine gute Arbeitsatmosphäre und eine ergonomische Arbeitsplatzausstattung.
Die richtige Arbeitsorganisation, Beleuchtung, das Raumklima und die nötigen Arbeitsmittel sind
entscheidend, wenn es darum geht, Stress abzubauen und die Bewegungsfreiheit sowie das
Wohlbefinden und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu fördern.

Kurz gesagt: “Ergonomie ist ein wichtiger Aspekt für den betrieblichen Gesundheitsschutz“
 

Hier finden Sie einen Wegweiser zur Bewilligung rückengerechter Alltags- und Arbeitshilfen

 

Ergonomie

"Leitfaden zum ergonomischen Arbeitsplatz"

Ein ergonomisch ausgestatteter Arbeitsplatz ist in jedem Unternehmen Pflicht.
Hierzu gibt es viele Verordnungen und Gesetze welche in einigen Details und Regeln vorschreiben,
wie ein Büroarbeitsplatz auszusehen hat. In einigen Büroräumen lassen sich die Mindestanforderungen
häufig mit einfachen Mitteln erzielen.

Der Bürostuhl: Er soll die Wirbelsäule stützen und wechselnde Arbeitshaltungen (Bewegung) ermöglichen. Die Sitzhöhe sollte etwa in Höhe der Kniekehle des Anwenders eingestellt sein, die Füße gerade auf dem Boden, die Oberschenkel fallen leicht nach vorne ab. Die Sitztiefe ist optimal, wenn ein fester Kontakt zur beweglichen Rückenlehne besteht und eine Handbreit Platz von der Sitzvorderkante zur Kniekehle bleibt. Die Armauflagenhöhe liegt etwa auf Ellbogenhöhe, die Ellbogen können locker ohne Rückenkrümmung aufliegen. Etwa in Gürtelhöhe sollte sich die Lendenwirbelunterstützung befinden.

Der Tisch: Die Arbeitshöhe (d.h. bei Bildschirmarbeitsplätzen ist das die mittlere Buchstabenreihe der Tastatur) befindet sich in Ellbogenhöhe oder etwas darunter. Beim Sitzen ist über den Oberschenkeln eine Handbreit Platz bis zur Tischplattenunterkante. Bei dem Schreibtisch sollte die Höhe des Tisches variiert werden können, er sollte in jeder Höhe sicher und stabil stehen.

Die Bewegungsfreiheit: Es muss genügend Platz im Raum um den Schreibtisch bleiben, um mit dem Stuhl zurückfahren zu können und nicht an der Wand oder einem Schrank anzustoßen. Die Beine lassen sich unter dem Tisch ausstrecken und werden nicht etwa durch den Papierkorb oder Kabel daran gehindert. Es sollte möglichst viel Beinfreiheit bestehen, Rollcontainer sollten bei kleinen Schreibtischen besser nicht unter dem Tisch positioniert werden.

Das Raumklima: Die Luftfeuchtigkeit sollte etwa 40 bis 60 % betragen. Zu erzielen ist die Vorgabe durch Pflanzen mit großen Blättern, Luftbefeuchter oder Wasserbehälter.

Der Bildschirm: Wichtig für gutes Sehen ist ein ausreichender Sehabstand zwischen Auge und Bildschirm. Dieser sollte bei einem 17-Zoll-Monitor mindestens 60 cm betragen. Beim Einsatz von Flachbildschirmen ist dieser Sehabstand im Allgemeinen mit 80 cm tiefen Arbeitsplatten zu erreichen.

Der Schallschutz: Der "bso" (Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel e.V.) weist zudem darauf hin, dass es oft auch gerade die akustischen Störungen sind, die in der Praxis als die größte Beeinträchtigung der Konzentration sowie als starke physische und psychische Belastung empfunden werden. Diesem Problem sollte man auf mehreren Ebenen entgegenwirken.

  • Direkte Schall-Übertragung ist zu unterbrechen. Zum Beispiel durch hoch schallabsorbierende Stellwände, die zwischen der Geräuschquelle und den Menschen aufgestellt werden. Dadurch entstehen direkt am Arbeitsplatz sogenannte »akustische Schattenzonen«, die Störgeräusche reduzieren und die Konzentration erleichtern.
  • Mehr Schall-Absorptionsflächen im Raum reduzieren die indirekte Schallübertragung. Dazu dienen in erster Linie spezielle Decken, Böden, Wände und Stellwände. Aber auch Fronten und Rückseiten der Schränke, wenn diese schallabsorbierend ausgestattet sind.
  • Es empfiehlt sich, Raumgliederungs-Systeme und andere akustisch behandelte Flächen in hoher schallabsorbierender Qualität einzusetzen. Schallquellen sind flexibel abzuschotten, direkte und indirekte Schallübertragungswege zu unterbrechen.

 

Ergonomiewissen

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